Terrible Magazine No.03
Kategorie: Future Communities, Future Generations

Projekt
Das Terrible Magazine ist ein Printmedium aus Wien, welches sich nachhaltiger Kleidung, Mode und Handwerk widmet. Unsere kommende Printausgabe beschäftigt sich ganz mit dem Thema "Identität". Aus verschiedenen kulturellen Blickwinkeln sprechen wir über persönliche Erfahrungen, stellen soziale Normen in Frage und wie sie die Entwicklung unserer Identität positiv oder negativ beeinflusst haben. Besonders in der Bildsprache geht es um Diversität statt Monotonie. Es soll eine Ausgabe sein, in der sich so viele Menschen wie möglich wiederfinden können.
Persönlich nachgefragt: Hintergründe zum Projekt
Wie sind Sie auf die Idee gekommen? Welchen Anstoß soll das Projekt geben?
2019 starteten Nina und Vrinda mit der Idee ein eigenes Modemagazin zu kreiren. Nina wollte gerne vermehrt Styling machen, allerdings bei der Nachhaltigkeit keine Kompromisse eingehen. Vrinda war sofort mit an Bord ein eigenes Magazin mit Fokus darauf zu machen. Wir hoffen damit eine Plattform für kleine Brands zu geben und einen Anstoß für einen bedachteren Konsum zu erwirken. Das Magazin zeigt auf, wie vielfältig dieser Markt ist und man in der Ästhetik heute keine Kompromisse mehr eingehen muss. Egal ob man sich mit nachhaltiger Mode davor beschäftigt hat, soll es inspirieren und Neues zeigen. Die dritte Ausgabe beschäftigt sich besonders mit der Entstehung unserer Identität und hinterfragt festgefahrene soziale Normen- aus verschiedenen Blickwinkeln.
Was war bei der bisherigen Umsetzung die größte Herausforderung? Und wie wurde diese gelöst?
Wir stoßen immer wieder auf Schwierigkeiten, mehr Diversität zu repräsentieren- Modelagenturen haben noch immer sehr "klassische" Schönheiten in ihren Karteien. Es sind zum Beispiel Models über Größe 36/ 38 nicht wirklich vertreten, von Personen mit Beeinträchtigungen ganz zu schweigen. Deshalb müssen wir auch privat casten und diese "Marktlücke" selbst füllen. Auch bei Kontributionen anderer Fotograf*innen müssen wir immer wieder fordern und darauf hinweisen, dass wir mehr Diversität repräsentieren möchten und deshalb mit der Wahl des Models nicht übereinstimmen. Wir freuen uns aber weiterhin daran zu arbeiten, dass dies in der Industrie zur Norm wird.
Welche Projekterfahrungen möchten Sie teilen?
Für diese Ausgabe besonders viele Persönlichkeiten kennenlernen und befragen dürfen. Für unser Covereditorial hatten wir so viele Menschen verschiedenen Alters und verschiedenen Hintergründen fotografiert. Dafür hat jede/r ein persönliches Kleidungsstück mitgebracht und beschrieben, welche Bedeutung dies hat. Das war ein schöner Einblick und häufig sehr berührend.
Haben Sie Unterstützungen aus der Community erfahren?
Wir fühlen uns in der Wiener Community sehr gut unterstützt- wir haben noch ein sehr eingeschränktes Budget, weshalb viele uns unentgeldlich ihre Zeit und Kreativität widmen. Viele Make up- Artist*innen und Models kollaborieren mit uns für Fotostrecken, Journalist*innen schreiben Texte und führen Interviews. Auch die junge Agentur "Das Deck" hilft uns jederzeit bei der Suche nach diversen Models für unsere Fotostrecken. Auch jedes Feedback und jeder Kauf unseres Magazins ist ein wertvoller Beitrag. Wir sind sehr dankbar für jegliche Unterstützung und Hilfe, die wir erhalten, um die nächste Ausgabe zu fertigen. Ein besonderer Dank geht natürlich an unsere Grafikdesignerin Angela Kren, welche unser Magazin seit Beginn an gestaltet und damit einen wichtigen Grundstein unserer Ästhetik legt.
Einreicherin/Einreicher
Nina Kammerer, Wien