Biofabrique Vienna
Wo aus ungenutzten Ressourcen kreislauffähige Materialien für die Stadt Wien entstehen
Mit der Biofabrique Vienna zeigt die Wirtschaftsagentur Wien, welches Potenzial in lokalen Reststoffen steckt. Was bislang ungenutzt bleibt, wird zu neuen Materialien und Produkten für Design, Architektur, Mode und den öffentlichen Raum. Als Leitprojekt der Stadt Wien bringt die Biofabrique Vienna die wichtigsten Akteur*innen aus Kreativwirtschaft, Forschung, Industrie und Stadt zusammen. Gemeinsam entwickeln wir kreislauffähige Lösungen wie die Wiener Fliese, die Wiener Farben und die Wiener Baustoffe.
Die Biofabrique Vienna bringt Kreislaufwirtschaft in Wien voran
- Lokale Ressourcen als Ausgangspunkt für neue Produkte nutzen
- Wirtschaftliche Impulse für eine wachsende Stadt setzen
- Materialinnovationen zur industriellen Anwendung weiterentwickeln
- Kreativwirtschaft, Forschung, Industrie und Stadt vernetzen
Regionale Wertschöpfung am Wirtschaftsstandort Wien stärken
Wiener Fliese aus dem Öffi-Aushub
Mit der Wiener Fliese zeigt die Biofabrique Vienna, wie aus Aushubmaterial des Wiener U-Bahn-Ausbaus ein neues Produkt für den Bausektor entstehen kann. Die Grundlage bildet Wiener Tegel, also Lehmaushub von den Baustellen der U2 und U5. Die lokal produzierte Wiener Fliese überzeugt gestalterisch und erfüllt zugleich die hohen technischen Anforderungen für den öffentlichen Raum. In der Entwicklung werden unterschiedliche Mischungen getestet, damit die Fliese stabil, wasserbeständig und belastbar wird. Entwickelt wird die Wiener Fliese gemeinsam mit Expert*innen aus den Bereichen Keramik, Architektur, Materialforschung, Industrie und Stadt.
Wiener Fliese: Unsere Partner*innen
Projektpartner Jan Boelen, Atelier LUMA
MA 39 – Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungsstelle der Stadt Wien: Andreas Tichy, Dieter Werner
Wiener Farben: Alternative zu Synthetik
Mit den Wiener Farben entwickelt die Biofabrique Vienna eine natürliche und lokale Alternative zu synthetischen Farbstoffen. Etwa aus nicht essbaren, organischen Reststoffen, die in der Gastronomie und Lebensmittelverarbeitung anfallen – beispielsweise Avocadokerne – oder aus sich rasch ausbreitenden, invasiven Pflanzenarten in Wien. Die neuen Farbstoffe sollen später industriell gefertigt werden können. Deshalb wird in der Biofabrique auch die Skalierbarkeit der Produktion mitbedacht. Gleichzeitig werden im Rahmen des Projekts geeignete Beizsysteme getestet und Haltbarkeit sowie Qualität der Farben geprüft.
Wiener Farben: Unsere Partner*innen
Wiener Baustoffe: Der Start für Materialinnovation aus Wien
Mit den Wiener Baustoffen startete 2024 das erste Projekt der Biofabrique Vienna. Im Mittelpunkt des Forschungsprojekts stand die Frage, wie lokale Ressourcen und Materialreste zu neuen Baustoffen für Architektur und Design werden können. Gemeinsam mit Partner*innen wurden Ressourcen in Wien gesammelt, analysiert und zu Prototypen weiterentwickelt. Darunter etwa Paneele, Lasuren, keramische Mischungen sowie der erste Biofabrique Vienna Ziegel: ein Baustoff aus Aushubmaterial des U-Bahn-Ausbaus und Biertreber, einem Reststoff der Bierproduktion. Die Erfahrungen aus den Wiener Baustoffen bilden die Grundlage für die weiteren Projekte der Biofabrique Vienna, darunter die Wiener Fliese und die Wiener Farben.
Wiener Baustoffe: Unsere Partner*innen
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Die Biofabrique Vienna lebt von einem starken Netzwerk aus Kreativwirtschaft, Forschung, Industrie. Sie möchten Ressourcen einbringen, an neuen Materialien forschen oder mehr über die Biofabrique Vienna erfahren?
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